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© Michele Conti

Das Mikroport – ein kleiner Kasten, ein dünnes Kabel und ein potentes Mikrofon, welches leicht in jedem Kostüm und unter der Perücke verschwindet. Dazu ein angenehmer, störungsfreier Sound via wireless transmission zum Weiterverarbeiten für kritische Bühnensituationen, TV Perspektiven oder LIVE- Übertragungen wie Public Viewing.

Dies alles ist möglich und mischt sich unabdingbar in das moderne Operngeschehen, wo grenzenlose Regie-Ideen im „Hier und Jetzt“ ihren Platz finden.

Viele dieser innovativen Inszenierungen machen es schwierig, durch Raum und Bühnen-Mikrofonierung den finalen Sound zu kreieren.

Aus 16-jähriger Bühnenerfahrung trage ich einen Schatz an Mikroport-Erfahrungen, die sowohl den Sängersolisten als auch den Tonmeistern beim Mischen unterstützen. Dies möchte ich Produktionen und Protagonisten zur Verfügung stellen, die ein Master in bester Soundqualität trotz scheinbar unüberwindbarer Problematiken erstellen möchten: Wasser und Feuer auf der Bühne, Lüfter, Lampen und Videoinstallationen, die den Einsatz von Mikrofonen begrenzen.

Im Vordergrund steht ein souveräner Umgang mit den Künstlern, maximale Betreuung und ein effektiver Einbau der Mikrofone und des Senders.

Bildseitig wird eine makellose Optik der Sänger angestrebt, die ich durch Anwendung diverser Spezialanfertigungen im Kostümbereich für Funksender und ebenso für die Miniaturmikrofone im Kopfbereich unterstütze. Die langjährige Zusammenarbeit mit innovativen und kompetenten Kostüm-und Maskenbildnern hat es mir ermöglicht, Mikrofonkapseln, deren Kabel und den Sender für die Kamera nahezu unsichtbar zu machen und allen Vorurteilen zum Trotz beste Soundqualität zu übertragen.

© Bayrische Staatsoper/ Wilfried Hösl

FALSTAFF

Bayerische Staatsoper – München – 2020

Michele Mariotti